HIM-Elektronische und konventionelle Sensoren und Geräte zur Bestimmung der Windrichtung und Windgeschwindigkeit

Als Anemometer (altgr. ἄνεμος anemos ‚Wind‘ und μέτρον métron ‚Maß‘) oder Windmesser werden verschiedene Messinstrumente zur lokalen Messung der Geschwindigkeit eines Strömungsfeldes bezeichnet, insbesondere der Windgeschwindigkeit.

Das älteste bekannte Anemometer ist die Windplatte, die auch Platten-, Schwingplatten-, Druckplatten-, oder auch Deflektionsplatten-Anemometer genannt wird. Dieses Instrument wurde vermutlich 1450 von dem italienischen Architekten Leon Battista Alberti erfunden und danach von Leonardo da Vinci um 1500 in einer Skizze nach eigener Bauweise beschrieben.

1846 wurde dann vom Astronomen Thomas Romney Robinson durch ein neu von ihm entwickeltes Anemometer mit Halbkugelschalen die Windgeschwindigkeit gemessen. Diese Konstruktion hatte zunächst nur zwei solcher Schalen, später wurde dann zwecks gleichmäßigerer Drehkraft ein weiteres Schalenpaar überkreuz dazu angeordnet. Dieser Typ eines Anemometers ist als Schalenanemometer noch heute für meteorologische Messungen im Gebrauch. Es dürfte die bekannteste Bauform eines Anemometers sein.

Ein Windrichtungsgeber, auch Windfahne, Wetterfahne oder eingeschränkt Anemoskop genannt, ist ein Anzeigeinstrument zur Ermittlung der Windrichtung. Es basiert darauf, dass sich ein bewegliches Messelement am dynamischen Druck des Windes ausrichtet.

Ein Windrichtungsgeber kann als statisches System mit nur einem mechanisch stabilen Gleichgewichtszustand betrachtet werden. Als Eingabeelement dient die asymmetrisch zur Drehachse angeordnete Fahnenfläche, auf die der Wind ein Drehmoment ausübt, wenn sie nicht parallel zur Windrichtung ausgerichtet ist. Als Ausgabeelement dient wieder der Windrichtungsgeber selbst, da seine Ausrichtung bei Wind dessen Richtung entspricht (vgl. auch Richtungsstabilität).


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