horizontale Sichtweite

Drei Effekte schränken die Atmosphärische Sichtweite ein:

Atmosphärische Streuung und Absorption reduzieren den Kontrast eines Objekts relativ zur Umgebung. Dieses Phänomen nennt man Lichtdämpfung. Der Kontrast K hängt exponentiell von der Entfernung s und einem Absorptionskoeffizienten \sigma ab:

K=K_{0}\cdot e^{-\sigma \cdot s}

Für die Wahrnehmung ist ein Mindestkontrast von

K=0{,}02\;{\hat {=}}\;2\%

erforderlich. Unter der Annahme, dass der Ausgangskontrast K_{0} ungefähr 1 ist, kann unmittelbar aus der Sichtweite s auf \sigma geschlossen werden:

{\displaystyle \sigma ={\frac {\ln(50)}{\mathrm {s} }}\approx {\frac {3{,}91}{\mathrm {s} }}}

Eine Sichtweite von 50 km entspricht einer Absorptionskonstanten von 10^{-4}/\mathrm {m} . Bei guten Bedingungen beträgt die Fernsicht einige hundert Kilometer, siehe Tabelle.

Im Beispielbild nimmt der Kontrast der Berge zum Himmel mit zunehmender Entfernung ab. Die Bergkette im rechten Bild ist bei Nebel nicht mehr zu sehen.

Wetterabhängigkeit der Sichtweite
WetterbedingungSichtweite in km
Außergewöhnlich klar 280
Sehr klar 50
Klar 20
Leicht diesig 10
Diesig 4
Starker Dunst, leichter Nebel 2
Mäßiger Nebel 1
Dichter Nebel, Starkregen 0,1
Extremer Nebel, Schneetreiben 0,01

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