Die Abbildung zeigt das Haar-Hygrometer im ersten Prospekt der Firma Feingerätebau Kurt Fischer in Drebach. Ein Relikt aus alten Zeiten? Mehr als 50 Jahre später wird der FISCHER-Klassiker Testsieger bei STIFTUNG WARENTEST Ausgabe 3/2003 !
Als einziges der getesteten Hygrometer erreichte das FISCHER-Instrument die Bewertung SEHR GUT (1,3) bei der FEUCHTEMESSUNG. Beurteilt wurden hierbei Messgenauigkeit, Hysterese und Reaktionsgeschwindigkeit. Auch hinsichtlich HANDHABUNG erhielt das Haar-Hygrometer mit GUT (1,7) die beste Bewertung.
Hygrometer dienen der Messung der relativen Luftfeuchte und beruhen auf den hygroskopischen Eigenschaften von natürlichen Haaren oder synthetischen Fasern, die ihre Länge mit Änderung der Luftfeuchte ändern.
Während natürliche Haare auch bei Temperaturen unter 0 °C einsetzbar sind, reagieren Hygrometer mit synthetischen Fasern in diesem Temperaturbereich äusserst träge und sind deshalb für den Einsatz im Freien nicht zu empfehlen.
Haar-Hygrometer bedürfen der regelmässigen Regeneration (zeitlicher Abstand: einige Wochen), bei Hygrometern mit synthetischen Fasern ist dies im allgemeinen nicht erforderlich.
Die Hauptmerkmale des Hygrometers mit natürlichen Haaren sind:
- Einsetzbar unter 0 °C
- bei ausreichenden natürlichen Schwankungen der relt. Feuchte erfolgt eine Selbstregeneration des natürlichen Haares
- geringe Hysterese
(1,3)
- hohe Reaktionsgeschwindigkeit
- gute Handhabung
(1,7)
- hohe Zuverlässigkeit
- einfache Bedienung
So erhalten Sie die günstige Wohnfeuchte
Der Bedarf für eine Begrenzung der Wohnfeuchte zur Vermeidung hoher Werte besteht nur während der Heizperiode, beginnend mit dem Heizbetrieb im Herbst. Für die gesamte Wohnung ist die Beibehaltung einer Temperatur von ca. 20°C zu empfehlen. Daher finden Sie auf Ihrer Thermometerskala den Bereich 18-22°C in einem freundlichen, mittleren Grün markiert.
Im Winter
Bei Außentemperaturen von im Mittel unter ca. +5°C stellt sich bei ausreichendem Luftwechsel und ca. 20°C leicht eine Wohnfeuchte von rund 40-50 % rel. Feuchte ein..In Frostperioden ist eine Luftfeuchte in Räumen von weniger als 40% rel. Feuchte völlig normal. Insbesondere in Altbauten mit geringem Wärmeschutz müssen 40-50% rel. Feuchte (bei ca. 20°C) als obere Grenze eingehalten werden, da bei längerem Überschreiten erhöhte Schimmelgefahr besteht.
In Herbst und Frühling
Bei milderen Außentemperaturen von im Mittel 5-15°C ist eine höhere Luftfeuchte von 50-60% rel. Feuchte möglich. Wir empfehlen daher, keinen Raum unter 16°C auszukühlen. Gesundes Wohnklima gewinnen durch richtiges Lüften
Spätestens bei häufigem Beschlagen der Fensterscheiben oder Schimmelbefall an Wänden ist es sinnvoll, eigene Gewohnheiten zu überprüfen und sich neu zu orientieren. Dabei können Ihnen die Antworten auf folgende Fragen weiterhelfen:
Wie oft lüften?
Diese Frage beantwortet Ihnen stets das Wohnklima-Hygrometer. Immer dann, wenn der Zeiger in den dunkelgrünen Bereich kommt oder diesen überschreitet, haben Sie Anlass zu lüften.
Wie lange lüften?
Auch dies steht auf dem Hygrometer: Im Winter, bei kalten Temperaturen unter ca. +5°C, genügen maximal 5 Minuten. Ist es draußen milder (5-15°C), ist etwa 10-15 Minuten Dauer erforderlich.
Wie lüften?
Effektiven Luftaustausch bringt nur weites Öffnen eines Fensters oder einer Tür im Raum ("Stosslüftung"). Durchzug muss nicht sein. Völlig ungenügend und Energie verschwendend ist das Kipplüften.
Was tun bei Abwesenheit tagsüber?
Es genügt, während der Anwesenheit ausreichend zu lüften. Dies bedeutet mindestens je ein Mal morgens vordem Weggehen, beim Nachhausekommen und vordem Schlafengehen. Genauso wichtig ist es, die Heizung tagsüber nicht ganz auszudrehen (18-16°).
Auch bei Nebel oder Regen lüften?
Das ist auf jeden Fall sinnvoll. Auch relativ feuchte Kaltluft enthält stets weniger Feuchte als relativ trockene Innenluft. Außerdem benötigen Sie ja auch bei feuchter Witterung frischen Sauerstoff.
Was ist im Sommer zu beachten?
Außer im Keller, darf in allen Räumen beliebig gelüftet werden. Das Wohnklima-Hygrometer kennt dafür keine Grenzen, die Feuchte ist immer dem Außenklima entsprechend hoch. Dies schadet nicht, da die Wände (außer im Keller) ausreichend warm sind.
Wie ist im Keller zu lüften?
Räume im Keller sind im Sommer gefährdet, weil dann die Außenluft viel Feuchte enthält, die sich an kalten Flächen niederschlägt. Auch in Souterrainwohnungen sollte daher bei Außentemperaturen über 15°C möglichst nicht gelüftet werden.
Ist Wäschetrocknung in der Wohnung möglich?
Ideal ist ein Trockenraum, der durchgehend (außer im Sommer oder bei Frost) belüftet werden kann. In der Wohnung ist es nur unter der Einschränkung möglich, dass der Raum geschlossen und sehr gut beheizt wird. Während der Trocknungsdauer ist mehrfach kräftig zu lüften. Das Hygrometer bietet hierfür ideale Unterstützung.
Platzierung des Messgerätes
Zur Gewährleistung einer verlässlichen Messung muss für ein Hygrometer der richtige Ort ausgewählt werden. Wählen Sie im Bereich der Innenwände eine mittlere Höhe 1-2 m über dem Boden. Meiden Sie die kühleren Außenwand- oder Fensterbereiche sowie die Nähe von Heizungen oder direkte Sonneneinstrahlung.Alternativ zur Wandaufhängung kann Ihr Gerät auch aufgestellt werden. Es ist dann optimal zugänglich für die Raumluft und daher reaktionsschneller Version mit hölzernem Sockel: Sie stecken es am besten etwas nach vorne geneigt ein und drücken es dann leicht nach hinten. Achten Sie dabei bitte unbedingt auf festen Halt und einen sicheren Standort.